Bürgerkrieg im Jemen

Helfen sie uns Leben zu retten!

Im Jemen gehören Gewalt, Not, Angst und Armut zum Alltag der Menschen

Der seit Jahrzehnten schwelende Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran führt immer wieder zu Gefechten, Bombenangriffen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf den Straßen. Die Folge: tausende Menschen verlieren geliebte Personen und Millionen sind auf der Flucht. Die Mehrzahl der Bevölkerung lebt in baufälligen Gebäuden und leidet Hunger. Ein funktionierendes Sozialsystem gibt es seit 2013 nicht mehr. Der Öffentlichkeit lange verborgen, schreitet hier die Zerstörung des ganzen Landes voran.

Der SIN e.V. unterstützt als Arbeitgeber und mit seinen Angeboten in Berlin und in Cottbus seit 2012 proaktiv die Flüchtlings- und Integrationsarbeit in Deutschland. Über die tägliche Arbeit hinaus haben wir uns in den vergangenen Jahren immer wieder Projekten gewidmet, mit denen Menschen in Not unentgeltlich geholfen werden soll. In diesem Jahr möchten wir zwei Familien im Jemen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Vielleicht gelingt es uns in diesen exemplarischen Fällen einige Not zu lindern. Mit etwas Glück können wir verhindern, dass auch sie ihre Heimat verlassen müssen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die Zukunft von Kindern gelegt werden. Mit der Möglichkeit zur Teilhabe an Bildung hoffen wir Kinder in ihrer Entwicklung so zu unterstützen, dass ihnen später ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Spenden Sie Jetzt!

Auf Grund der dramatischen Entwicklungen der letzten Monate gibt es im Jemen bereits eine Vielzahl von großen Hilfsprojekten. Da wir jedoch direkten Kontakt zu und Ansprechpersonen in Jemens Hauptstadt Sanaa haben, möchten auch wir unmittelbar Hilfe vor Ort leisten. Dazu haben wir zwei Familien ausgewählt, die wir über einen längeren Zeitraum begleiten wollen.

Lamies ist fünf Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter in Sanaa. Der Großvater, Vater und ihre zwei Brüder sind bei einem Bombenangriff getötet worden, sodass die wirtschaftliche Versorgung der Familie nun von Mutter und Großmutter übernommen werden muss. Beide Frauen sind Analphabeten und versuchen zusätzlich mit dem Geld, das sie durch Näharbeiten verdienen, das Überleben der Familie zu sichern. Um Lamies und ihre Familie dabei zu unterstützen, wollen wir ihnen einen monatlichen Zuschuss für Essen, Kleidung und Hygiene zur Verfügung stellen. Zudem wollen wir Lamies den Besuch eines Kindergartens ermöglichen. Dieser bietet eine zweisprachige, intensive Betreuung an und bereitet Lamies auf den Schulbesuch im Jahr 2019 vor.

Ihre Spende rettet Leben!

Auch Sundus und Adb Alrahman (fünf und zwei Jahre) leben zusammen mit ihren Eltern in Jemens Hauptstadt. Ihre Mutter ist geistig behindert, der Vater blind, zudem sind beide Epileptiker. Der Wegfall jeglicher staatlichen Unterstützung seit 2013 zwingt den Vater durch den Verkauf gekochter Eier seine Familie vor dem Verhungern zu bewahren. Um auch hier einen Hauch von Perspektive geben zu können, möchten wir diese Familie ebenfalls unterstützen.
Die monatlichen Kosten belaufen sich auf 100 Euro für Essen, Kleidung und Hygiene, 20 Euro für notwendige Medikamente und 120 Euro für die dringend notwendige Förderung der Kinder in einem Kindergarten.

Ihre Spende rettet Leben!

Das übergeordnete Ziel ist es, beiden Familien eine nachhaltige Hilfe bieten zu können. Dies kann kein einmaliger Beitrag leisten, sondern nur eine finanzielle und inhaltliche Begleitung über eine längere Zeit. Vor Ort in Sanaa wird ein ehrenamtlicher Betreuer die Patenschaft für die Familien übernehmen, sowie die „vormundschaftliche“ Betreuung der drei Kinder. Dazu gehören alltagspraktische Tätigkeiten wie die Anmeldung der Kinder im Kindergarten, wöchentliche Besuche der Familien und die Steuerung der finanziellen Belange (Essengeld in der Kita, Verteilung der monatlichen Gelder). Er verwaltet ein eingerichtetes Konto und führt ein Kassenbuch mit der Offenlegung aller Kontobelege. Die Entwicklung der Kinder und Familien soll dann, ähnlich wie bei unseren ambulanten Familienhilfen, mit einem halbjährlichen Bericht dokumentiert werden.